GESTRA NRG 16-50 L=100/1000 G 3/4 PN40 WASSERSTANDSBEGRENZER

GESTRA NRG 16-50 Wasserstandsbegrenzer wird als kritische Sicherheitskomponente insbesondere in Dampfkesseln und Druckheißwasseranlagen mit hohen Sicherheitsstandards eingesetzt. Seine Hauptfunktion ist es, zu verhindern, dass der Wasserstand im Kessel oder Tank unter einen bestimmten Mindestwert fällt. Dies verhindert eine Überhitzung des Kessels, Materialschäden und potenziell gefährliche Situationen.

Hauptanwendungsbereiche sind:

  • Dampfkessel (Tiefwasserstandsschutz): Schaltet bei einem gefährlichen Wasserstandsabfall im Kessel die Heizung (Brenner) automatisch ab, um Überhitzung und Schäden zu verhindern. Dies ist besonders wichtig für Kessel, die keiner ständigen Beaufsichtigung bedürfen.
  • Druckheißwasseranlagen: Entsprechend deaktiviert er bei niedrigem Wasserstand in Druckheißwassersystemen die Wärmequelle.
  • Industrielle Prozesstanks: Bereitstellung einer Minimalpegelalarm- und Abschaltfunktion in Prozesstanks, bei denen der Wasserstand kritisch ist.
  • Marineanwendungen: Spezielle "S"-Versionen (NRG 16-50S) sind für eine zuverlässige Wasserstandsbegrenzung selbst auf beweglichen Plattformen wie Schiffskesseln und Offshore-Plattformen verfügbar.

Diese Elektrode bietet aufgrund ihrer eigenüberwachenden Funktion ein hohes Maß an Sicherheit, gemäß den einschlägigen Normen (z.B. EN 12952, EN 12953, TRD 604) und Sicherheitsanforderungen.

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GESTRA NRG 16-50 ist eine Wasserstandselektrode, die nach dem Leitfähigkeitsprinzip arbeitet. Sie fungiert in Verbindung mit einem Niveauwächter (z.B. GESTRA NRS 1-50) als Wasserstandsbegrenzer. Die Elektrode erfasst den Wasserstand mittels der elektrischen Leitfähigkeit des Kesselwassers. Fällt der Wasserstand unter die Elektrodenspitze, wird die Elektrode "trocken" und unterbricht den Stromkreis. Dies löst einen Tiefwasserstandsalarm im angeschlossenen Niveauwächter aus und schaltet automatisch die Heizung (Brenner) ab.

Ein wichtiges Merkmal des NRG 16-50 ist seine eigenüberwachende (self-monitoring) Funktion, die auch dann einen Alarm auslöst, wenn die Elektrodenisolierung verschmutzt ist, undicht wird oder eine Störung in der elektrischen Verbindung vorliegt. Dies erhöht die Fehlertoleranz und Sicherheit des Systems. Der Zusatz "L=100/1000" gibt an, dass die Messspitzenlänge der Elektrode in verschiedenen Standardlängen von 100 mm bis 1000 mm erhältlich ist oder vor Ort angepasst werden kann. Der G 3/4"-Gewindeanschluss sorgt für eine einfache Installation. Der Nenndruck PN 40 bedeutet, dass das Ventil für Betriebsdrücke bis 40 bar geeignet ist. Elektrode und Gehäuse bestehen typischerweise aus korrosionsbeständigem Edelstahl, was eine lange Lebensdauer und zuverlässige Leistung gewährleistet.

  • Modell: NRG 16-50
  • Typ: Wasserstandsbegrenzer-Elektrode (Eigenüberwachend)
  • Funktionsprinzip: Konduktometrische Messung
  • Verwendung in Kombination mit: Externen Niveauwächtern wie GESTRA NRS 1-50 als Wasserstandsbegrenzer.
  • Nenndruck (PN): 40 bar (geeignet für Betriebsdrücke bis 32 bar bei 238 °C).
  • Max. Betriebstemperatur: 238°C (oder andere Modelle für höhere Temperaturen je nach Druck).
  • Mechanischer Anschluss: G ¾" Außengewinde (ISO 228-1).
  • Elektrodenlänge (L): "L=100/1000" bezieht sich typischerweise auf Standard- oder anpassbare Elektroden-Spitzenlängen von 100 mm bis 1000 mm (Gesamtlänge ist normalerweise länger).
  • Gehäuse-/Elektrodenmaterial: Edelstahl (z.B. 1.4571 / X6CrNiMoTi17-12-2) und spezielle Materialien für die Elektrodenisolierung (z.B. Gylon®).
  • Schutzart: IP 65 (gemäß EN 60529).
  • Merkmale: Eigenüberwachungsfunktion, Heizungsabschaltung (Brennerabschaltung) bei niedrigem Wasserstand, hohe Zuverlässigkeit (einsetzbar in SIL 3 zertifizierten Systemen), unempfindlich gegenüber Wasserschlägen, einfache Installation.
  • Zulassungen: EG-Baumustergeprüft nach PED (Druckgeräterichtlinie) 2014/68/EU, EN 12952/EN 12953; Funktionale Sicherheit bis SIL 3 gemäß IEC 61508 (in Verbindung mit NRS 1-50).